KIWI! Tatsächlich sehen wir gestern Nacht noch einen Kiwi – nachdem wir rund eine Stunde in der Kälte nach ihm gesucht haben. Immer wieder horcht Minnie in die Büsche, leuchtete mit der Taschenlampe hinein. Wir haben es eigentlich schon aufgegeben und befinden uns auf dem Heimweg, da raschelt es doch noch im Gebüsch. Und dann, im Rotlich, kommt er – na, es ist wohl doch eine sie – herausgetapert, mit ihrem langen, spitzen Schnabel und dem abgerundeten Rücken. Sie wirft uns einen skeptischen Blick zu und verzieht sich im Busch auf der anderen Seite des Wegs. Das wars. Aber wir hätten beinah vor Freude doch noch ein bisschen gejuchzt. Immerhin, ein echter Kiwi.
Die Frucht übrigens ist nach dem Vogel benannt. In Neuseeland hieß die früher nämlich “chinese gooseberry”, chinesische Stachelbeere. Doch da hat sie keiner essen wollen, sagt John am Morgen. Erst als Kiwi trat die Frucht ihren Siegeszug durch die Welt an. Alles eine Frage des Marketing.
Nach dem ordentlichen Frühstück auf der Insel und einem letzten Spaziergang geht es zurück aufs Festland. Wieder mit dem Boot, 20 Minuten, ein Weg, der auch der besten schwimmenden Ratte zu weit ist. Am Strand werden wir wieder vom Traktor aus dem Wasser an Land gezogen. Wir erledigen ein paar letzte Souvenir-Einkäufe direkt auf dem feuchten Sand, dank Minnies Kartenlesegerät – ganz tolle Vogelkarten mit Geräusch. Und dann ein letztes Stück Fahrt an der Küste entlang nach Wellington bei strahlendem Sonnenschein.
Wellington ist ein der absolut passende Kontrast zur Insel-Einsamkeit des letzten Tages. Eine sehr angenehme, entspannte Stadt mit vielen tollen Geschäften, charmanten Menschen und einem tollen Nationalmuseum, dem Te Papa. Joe aus dem Regenwald hat es mit aufgebaut. Wer immer ein jahr in Neuseeland verbringen will und in die Stadt möchte: Go to Wellington!
Abends treffen wir dann noch Helene und Rolf vom New Zealand String Quartet. Zwei ganz wunderbare Menschen, die seit über 16 Jahren hier wohnen und gerade ihr neues Haus ausbauen – mit einem derart überwältigenden Blick aus der Küche und dem Schlafzimmer auf Bucht und Stadt, dass hier ständig das Essen anbrennen und wahrscheinlich keiner ein Auge zutun wird.
Vielen Dank für die nette Bewirtung! Ab morgen gibts hier Nachlese. Aber eines steht jetzt schon fest: Tolles Land. Tolle Leute. Einen Besuch wert!
hello sista! i`m flying to new york tomorrow morning, wahrscheinlich sind wir zur selben zeit in der luft..komme sa wieder, dann unbedingt mal tel, gell?guten heimflug, bussi, sista d.